3400 Tiere über die Straße gebracht

Foto: Sigi Joubert, NABU Otzberg

 

In diesem Jahr eröffnete Wilhelm Flath, langjähriger Krötenwart der NABU-Gruppe Otzberg, den Krötenzaun in den ersten milden Frühlingstagen am 10. März. Doch die mehr als 40 ehrenamtlichen Helfer wurden bereits nach 6 Tagen vom späten Wintereinbruch wieder ausgebremst: Bei Temperaturen, die teilweise unter dem Nullpunkt lagen, verharrten die um diese Zeit eigentlich wandernden Amphibien noch in der Winterstarre. So musste auch die geplante Familienaktion am Krötenzaun abgesagt werden. Erst ab dem 24. März kam die Wanderung allmählich in Gang und dauerte noch weitere drei Wochen an.

 

Die morgendlichen Zaun-Kontrollen übernahmen wie immer Wilhelm Flath und Erwin Bohländer, während die übrigen Helfer sich die abendlichen Dienste nach Einbruch der Dunkelheit teilten. Alle zusammen konnten bei der diesjährigen Amphibien-Wanderung 3171 Kröten, 80 Frösche, 136 Molche und 22 Feuersalamander am Zaun einsammeln und zur anderen Straßenseite bringen, damit sie den Weg zu ihren Laichgewässern unbeschadet fortsetzen konnten. Obwohl der NABU Otzberg 1200 Kröten weniger als im Rekordjahr 2017 verzeichnete, war es immer noch die zweitgrößte Population seit Beginn der Zählung im Jahr 1985. Zudem ist die diesjährige Statistik besonders reich an Fröschen.

 

Alle Zahlen in der Schutzzaundatenbank!

 

 

Die NABU Ortsgruppe bedankt sich bei den vielen, zum Teil seit Jahren engagierten Einsatzkräften:

Wilhelm Flath (Krötenwart)

Angela und Lenni Arras

Erwin Bohländer

Bernd Bretz

Anika, Nola, Gwen und Yuna Glaschke

Anja & Jörg Hanke mit Kindern

Sigi Joubert

Wolfgang, Tanja, Timon und Torben Keßler

Heike, Claus und Diego Klipper

Katharina Kruck

Fritz Landenberger

Francy und Kalli Müller

Maurice Müller

Jürgen Parg

Denise Partsch

Michael, Christine, Joshua und Tabea Platz

Ute, Bernd und Lara Pleyer

Felix Schnarr

Dorothee, Uli, Julia, Jakob und Justus Schulze Pellengahr

Daniela und Marlon Tinz

Michael Volz

 Foto: Sigi Joubert, NABU Otzberg

Das war wieder mal super!!!

Was sonst noch geschah: Amphi-Schulung für Asylbewerber

Eine Gruppe neugieriger Kinder vor der Asylbewerberunterkunft nahm Francesca Müller – NABU-Mitglied und langjährige Helferin am Ober-Klinger Krötenzaun – zum Anlass, eine Sonderveranstaltung zum Thema „Amphibienrettung“ für interessierte Flüchtlingskinder und ihre Eltern zu geben. 18 Teilnehmer/innen, darunter 12 Kinder, bekamen am 3. April eine Amphibien-Schulung mit Teichführung sowie eine Erläuterung, was die NABU-Helfer um diese Jahreszeit zum Krötenzaun treibt. Wegen der unmittelbaren Nähe zu den wandernden Amphibien, zum Feuerwehrteich und gleichzeitig zur Straße erhielten sie außerdem ein anschauliches Gefahrentraining zum Verhalten am Teich und auf der Straße. Mit Ausmalvorlagen, Refklektoren und Kröten-Aufklebern ausgestattet gingen die Teilnehmer gut informiert und glücklich auseinander.