Greifvögel und Eulen in Otzberg

Indikatoren einer intakten Natur

Foto: NABU/Karin Assmus

Noch sind die Bedingungen in Otzberg gut für die Großen unter den Vögeln. Sie finden ungestörte Plätze zum Brüten, Reviere zum Jagen und ausreichend Nahrung für ihren Nachwuchs. Auch wir Menschen finden viel in einer Landschaft, in der es seltene Vögel noch gibt: Mit einem Fernglas auf einem Berg sitzen und Milane und Bussarde beim "Segelflug" mit der Thermik beobachten, das ist die beste Therapie bei Stress und Burnout-Gefühlen. Nachts den Uhu oder den Waldkauz rufen hören, das klingt wie eine Erinnerung an bessere Zeiten.

 

Noch gibt es in Otzberg keine Großbaustelle im Wald und auch keine Riesenvögel, die geschreddert unter Windrädern liegen. Wir möchten, dass der Odenwald zwischen dem dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet und dem ebenso städtisch geprägten Rhein-Neckar-Dreieck Lebensraum für Wildtiere bleiben darf. Denn wo sollen sie leben, wenn sie das, was sie brauchen, nicht einmal mehr in den verbliebenen Naturregionen finden?

 

Wir bedanken uns bei

Undine Niebel

Udo Bergmann 

Roswitha Sawitzky und 

Bernd Sawitzky

 

für die tolle Unterstützung beim Greifvogel-Monitoring 2016!

 

In Otzberg daheim

Der Uhu brütet in Felsen und Steinbrüchen und jagt oft im Wald. Seine Körpergröße und Flügel-Spannweite sind beeindruckend... Mehr

Das einsame „Huuuu-hu-huuu“ des Waldkauz empfinden manche Menschen als unheimlich. Dabei sind die Nachtschwärmer ganz harmlos. Mehr

Der Steinkauz besiedelt ein Landschaftsmosaik, das in Mitteleuropa immer seltener geworden ist. Viele seiner ursprünglichen Brutgebiete hat er aufgegeben. Mehr

Seit Jahrzehnten in der Ober-Klinger Kirche zu Hause: Der Schleiereule gehen mehr und mehr Brutplätze in Scheunen, Kirchen und Türmen verloren.

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Die Waldohreule findet man meistens in Nadelwäldern mit angrenzenden offenen Feuchtgebieten. Im Winter ist sie leichter zu beobachten als im Sommer.  Mehr

Der Raufußkauz brütet mit Vorliebe in reich strukturierten Nadelwäldern, besonders in Altholzbeständen mit Schwarzspechthöhlen. Mehr

Das besondere Kennzeichen des Rotmilans ist der stark gegabelte rote Schwanz. Der elegante Flieger ist Namensgeber für den Wassersport "Kite-Surfing".  Mehr

Der Schwarzmilan wird auch Wassermilan genannt, denn man findet ihn häufig in der Nähe von Gewässern mit angrenzendem Baumbestand.

Foto: Olaf Titko

 


Der Bestand des Mäusebussards ist "potenziell gefährdet", seit viele Vögel dieser Art in den Rotoren von Windkraftanlagen zu Tode kommen. Mehr

Der Wespenbussard liebt Laub- und Mischwälder und hält sich gerne in bewaldeten Lichtungen auf. Er ist ein seltener Nahrungsspezialist. Mehr

Im Winter immer wieder mal in Otzberg zu Gast: Der Raufußbussard hat seinen Namen von den bis nach unten befiederten Beinen.

Foto: Claus Hektor

Wie der Habicht bewohnt der Sperber offene Waldlandschaften. Sein Bestand in Deutschland ist etwa doppelt so hoch wie der des Habichts. 

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Der Habicht - Vogel des Jahres 2015 - hat vor allem menschliche Feinde. Die illegale Greifvogelverfolgung macht ihm auch hierzulande zu schaffen.

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In Siedlungen nistet der Turmfalke gerne an Kirchtürmen, Masten und anderen hohen Gebäuden. Im Gebirge,  an Felsabbrüchen oder Steinbrüchen dienen Spalten oder kleine Höhlen als Brutplätze.

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Otzberg als Jagdrevier

Die Wiesenweihe brütet an den Reinheimer Teichen und hat ihr Jagdrevier bis nach Otzberg ausgedehnt. Zwischen Ohmhof und Heydenmühle ist sie im Sommer öfter zu sehen.  Mehr

Auch sie kommt von den Reinheimer Teichen nach Otzberg zum jagen, bevorzugt rund um den Breitenstein: Die Kornweihe ist auf der Roten Liste als "stark gefährdet" verzeichnet. Mehr

Die Rohrweihe ist die dritte Reinheimerin, die im Sommer auf Beutesuche am Otzberg unterwegs ist.

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Zum Brüten ist der Wanderfalke auf steile Felswände, Steinbrüche und hohe Gebäude angewiesen. Außerhalb der Brutzeit ist er in fast allen Landschaftsformen zu finden.

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